Heimatminister Dr. Markus Söder überreichte den Preis am Dienstag in Ingolstadt
Privatarchiv
Jesenwang/Ingolstadt - Bayern ist mit seiner Natur, seiner Kultur und seinen Traditionen auf der ganzen Welt berühmt und schon fast zu einem Synonym für Heimat geworden. Das Wohlfühlland Bayern zeichnet sich durch seine hohe Lebensqualität aus. Heimat bedeutet mehr als die Schaffung von wirtschaftlich perfekten Rahmenbedingungen. Erst durch gemeinsame Traditionen entsteht Zusammengehörigkeit. In Bayern ist besonders das Brauchtum fester Bestandteil des einzigartigen Lebensgefühls. „Heute ehren wir Menschen, die sich in Oberbayern um unsere Lebensart verdient gemacht haben. Sie setzen sich mit Verantwortungsbewusstsein, Leidenschaft und Kreativität für den Erhalt unserer Traditionen ein und sorgen dafür, dass diese zukünftigen Generationen weitergegeben werden“, stellte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder bei der Verleihung des Heimatpreises Oberbayern in Ingolstadt am Dienstag fest.
 
Einer der Preisträger ist der Freundeskreis St. Willibald e. V. aus Jesenwang, der jährlich im Sommer den Willibalds-Ritt organisiert. Der Ritt durch die Willibalds-Kirche bei dieser Veranstaltung ist einmalig in Europa. Im Jahr 1712 baten Jesenwanger den Heiligen Willibald um Hilfe als eine tödliche Seuche hauptsächlich unter den Pferden wütete. Seitdem findet jährlich der Willibald-Ritt mit einer Pferdesegnung mit mehr als 300 Pferden und tausenden von Zuschauern statt, am 8. Juli 2018 bereits zum 296. Mal. Die Veranstaltung ist ein beeindruckendes Bekenntnis zu Glaube, Heimat und Brauchtum und gleichzeitig Zeichen für die Verwurzelung unserer Kultur und unseres Brauchtums im christlichen Glauben.
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