Eine Stimme für die Erde – Das Portrait einer engagierten Naturschützerin und Schriftstellerin.
Eine Stimme für die Erde – Das Portrait einer engagierten Naturschützerin und Schriftstellerin.
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Gilching - Gilching im Westen des Fünfseenlands ist nicht nur für internationale Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrtbranche bekannt, sondern auch für starke Persönlichkeiten, die sich konsequent für den Erhalt der Erde einsetzen. Gabriele Taubenhuber, geboren 1946 in Puchheim geboren und seit vielen Jahren in Gilching zuhause, zählt zu diesen Menschen, die sich mit Leib und Seele dem Schutz der Umwelt widmen. Mit ihren fast 80 Jahren ist sie aus dem öffentlichen Leben ihrer Heimatgemeinde nicht mehr wegzudenken. Ihr Engagement für Fauna und Flora ist beispielhaft – und inspirierend für viele.

 

Engagement für Fauna und Flora: Leidenschaftliche Plädoyers im Gemeinderat

Wer den Gilchinger Gemeinderat besucht, kennt ihre Stimme: Klar, eindringlich und voller Leidenschaft hält Gabriele Taubenhuber immer wieder Plädoyers für den Schutz der Natur. Sie appelliert an Bürgermeister, Gemeinderäte und Zuhörer gleichermaßen, der fortschreitenden Zerstörung der Welt entschlossen entgegenzutreten. Ihre Worte sind keine leeren Floskeln, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Beobachtungen und Erfahrungen. Mit fundiertem Wissen und großer Empathie mahnt sie, ökologische Verantwortung zu übernehmen – für die Umgebung, für die Tiere und Pflanzen, für kommende Generationen.

Ob es um den Erhalt von Bäumen am Straßenrand, die Pflege von Biotopen oder den Erhalt von Lebensräumen für Tier und Mensch gleichermaßen geht: Gabriele Taubenhuber verfolgt jedes Detail und setzt sich energisch für nachhaltige Lösungen ein. Ihre Initiativen und Vorschläge stoßen allgemein auf viel Zustimmung, jedoch da, wo sie gehört werden will, auch auf Gleichgültigkeit – doch ihr unermüdlicher Einsatz bleibt. Sie ist überzeugt: „Natur ist nicht verhandelbar.“

 

Vom Engagement zur Schriftstellerei: Ein Appell in Buchform

Mit 76 Jahren begann sie, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu Papier zu bringen. Was zunächst als persönlicher Rückblick gedacht war, entwickelte sich rasch zu einem leidenschaftlichen Appell zur Rettung der Erde. Ihre Bücher sind keine wissenschaftlichen Abhandlungen, sondern emotionale Zeugnisse einer Frau, die sich zutiefst mit ihrer Umwelt verbunden fühlt. Jede Seite ist durchdrungen von dem Wunsch, Menschen wachzurütteln und zum Umdenken zu bewegen.

Drei Werke sind bislang erschienen – „Der Tag, an dem die Tiere verschwanden“, „Manchmal möchte ich heimgehen“ und „Das kleine Leben zu meinen Füßen“, jedes ein leidenschaftlicher Aufruf zum Schutz unseres Planeten. Die Themen reichen von lokalen Naturschutzprojekten bis hin zu globalen Herausforderungen wie Artensterben und Klimawandel. Ihr Stil ist lebendig, verständlich und berührt die Leser unmittelbar.

 

Handschrift statt Technik

Was ihre Schriftstellerei besonders macht: Gabriele Taubenhuber verzichtet bewusst auf moderne Technik. Weder Schreibmaschine noch Computer stehen ihr zur Verfügung – oder besser gesagt, sie will sie nicht. Ihre Manuskripte entstehen vollständig in Handschrift, jedes Wort, jeder Satz, jede Korrektur mit dem Stift auf Papier. Sie sagt: „Das Schreiben mit der Hand verbindet mich intensiver mit meinen Gedanken und mit der Natur, die ich schützen will.“

Diese Tradition ist für sie ein Zeichen der Entschleunigung und Achtsamkeit. Zugleich stellt sie ihre Arbeit vor eine ganz besondere Herausforderung und erfordert ein Netzwerk, das weit über Gilching hinausreicht.

 

Internationale Unterstützung: Die Verbindung nach Brasilien

Nachdem das Manuskript eines neuen Buches fertig ist, nimmt es einen ungewöhnlichen Weg: Es reist nach Brasilien. Dort leben Menschen, die Gabriele Taubenhuber einst in Deutschland gastfreundschaftliche betreute und zu denen sie bis heute eine enge Verbindung pflegt. Sie nennt sie „meine Herzensmenschen“ die dann die Aufgabe übernehmen, das handgeschriebene Manuskript abzutippen und dann die digitale Version an den Verlag „tredition“ zu schicken. Dort sind ihre drei ersten Bücher erschienen. Das vierte Werk in Folge trägt den Titel „Gegenwind“ und liegt beim Verlag zur Veröffentlichung. Diese internationale Unterstützung ist nicht nur ein Beweis für die Wertschätzung ihrer Arbeit, sondern auch für die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Gabriele Taubenhuber über die Jahre aufgebaut hat. Ihr Engagement wirkt somit weit über die Grenzen Gilchings hinaus.

 

Schreiben ohne finanziellen Gewinn

Die Veröffentlichung ihrer Bücher ist mit viel Herzblut, aber auch mit finanziellen Herausforderungen verbunden. Jedes Buch, das in den Verkauf geht, muss Gabriele Taubenhuber komplett selbst bezahlen, von den Druckkosten bis zur Veröffentlichung. Einnahmen erzielt sie damit keine; ihre Schriftstellerei ist ein reines Herzensprojekt. Der finanzielle Aspekt spielt für sie jedoch eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass ihre Botschaft Gehör findet, dass möglichst viele Menschen sich ihrer Verantwortung für die Erde bewusstwerden.

 

Motivation und Zukunftspläne

Was treibt eine fast 80-Jährige an, sich weiterhin unermüdlich für die Rettung der Welt einzusetzen? Gabriele Taubenhuber sieht ihre Aufgabe darin, auch im fortgeschrittenen Alter ein Vorbild zu sein. „Es ist nie zu spät, für das Richtige zu kämpfen“, sagt sie. Ihre Motivation schöpft sie aus der Liebe zur Natur, aus der Sorge um die Zukunft ihrer Enkelkinder und aus dem Wunsch, andere Menschen zu inspirieren.

Sie plant, weiterhin aktiv zu bleiben – in der Gemeinde, im Naturschutz, als Autorin. Ihre Projekte sind vielfältig: Von neuen Buchideen bis zur Betreuung alter Hunde, die ansonsten im Tierheim ihren Lebensabend verbringen müssten. „Lumpale“ heißt ihr 12Jähriger altersschwacher Mitbewohner, der kürzlich bei ihr eingezogen ist.

 

Bedeutung ihres Engagements für die Gesellschaft

Gabriele Taubenhuber ist mehr als eine engagierte Umwelt- und Tierschützerin sowie Autorin – sie ist eine Mahnerin, eine Mutmacherin und ein Beispiel dafür, wie persönliches Engagement auch im hohen Alter eine große Wirkung entfalten kann. Ihr Einsatz für Fauna und Flora, ihre leidenschaftlichen Plädoyers und ihre Bücher erinnern uns daran, dass jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann. Ihre Geschichte ist ein Appell, nicht zu resignieren, sondern aktiv zu werden – für die Natur, für die Gesellschaft, für eine lebenswerte Zukunft. Ihre Bücher sind im Buchhandel, bei Amazon oder direkt über den Verlag erhältlich.

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