Mensch mit Taschenlampe.
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Fürstenfeldbruck - Die Wahrscheinlichkeit eines großflächigen Stromausfalls wird immer größer. Landrat Thomas Karmasin ruft deshalb die Bevölkerung dazu auf, für einen Blackout vorzusorgen. Derzeit trifft das Landratsamt Fürstenfeldbruck als untere Katastrophenschutzbehörde die notwendigen Vorkehrungen für eine solche Krise.

Lokale Stromausfälle über einige Minuten oder Stunden haben die meisten von uns schon erlebt. Doch einen Blackout, also einen langandauernden, flächendeckenden Stromausfall, hat es in Europa bisher glücklicherweise noch nicht gegeben. Die Gefahr, dass ein solches Ereignis in naher Zukunft eintritt, wird aber leider größer: Zu den bekannten möglichen Auslösern wie technisches oder menschliches Versagen, Extremwetterereignisse oder Terrorangriffe ist als zusätzlicher Risikofaktor die aktuelle Gasmangellage hinzugekommen.

Das Landratsamt Fürstenfeldbruck befasst sich intensiv mit dem Thema. Neben den Vorkehrungen für die Funktionsfähigkeit des eigenen Hauses laufen Abstimmungsgespräche mit den Städten und Gemeinden, Hilfsorganisationen und anderen Einrichtungen der kritischen Infrastruktur. Ziel ist es in einem ersten Schritt vor allem, ein möglichst breites Bewusstsein für das Thema zu schaffen. Jeder Einzelne sollte sich auf ein solches Szenario vorbereiten.

Unterstützt wird das Landratsamt durch die Notfall- und Krisenmanagerin Dr. Sandra Kreitner, die sich auf das Thema Blackout spezialisiert hat und Kommunen, kritische Infrastruktureinrichtungen und die Bevölkerung bei der Vorbereitung berät.

 

Stromausfall trifft alle Bereiche des täglichen Lebens

Da unsere Gesellschaft sehr vom Strom abhängig ist, wären auch alle Bereiche des täglichen Lebens von einem solchen Szenario betroffen. Neben dem offensichtlichen Ausfall von Licht und Heizung ist beispielsweise auch mit Einschränkungen oder Ausfällen in den Bereichen Wasserversorgung und Abwasser, Information und Kommunikation (Radio, Internet, Mobilfunk), Lebensmittelversorgung, Finanzen, Landwirtschaft, Verkehr und im Gesundheitswesen zu rechnen.

Da von einem großflächigen Ausfall ausgegangen werden muss, kann man sich auch nicht darauf verlassen, beispielsweise zum Tanken oder Einkaufen in den Nachbarlandkreis fahren zu können, da dieser höchstwahrscheinlich genauso betroffen sein wird. Auch mit Unterstützung von Seiten des Bundes oder des Landes ist nicht in großem Umfang zu rechnen, wenn ganz Deutschland und eventuell auch weite Teile Europas betroffen sind.

Auch das Landratsamt als untere Katastrophenschutzbehörde wird nicht in der Lage sein, für sämtliche betroffenen Einrichtung Vorkehrungen zu treffen oder die Versorgung für die komplette Landkreisbevölkerung sicherzustellen.

Landrat Thomas Karmasin appelliert an die Eigenverantwortung der Bürger: „Gemeinsam können wir es schaffen, die Folgen eines eventuellen Blackouts möglichst gering zu halten. Neben entsprechenden Vorplanungen im Bereich der kritischen Infrastruktur kommt dabei insbesondere der privaten Vorsorge eines jeden Einzelnen von uns eine zentrale Bedeutung zu. Ich empfehle allen Bürgern, Schritt für Schritt einen Vorrat an Lebensmitteln, Wasser, Hygieneartikeln, Medikamenten und Bargeld für rund zehn Tage anzulegen.“

Detaillierte Empfehlungen zur persönlichen Vorbereitung finden Bürger unter www.lra-ffb.de/blackout. Weiterführende Erläuterungen zum Thema gibt es z.B. auf den Homepages des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (www.bbk.bund.de) oder der Kampagne „Schritt für Schritt krisenfit“ (www.schritt-fuer-schritt-krisenfit.de). Neben den Informationen für die persönliche Vorsorge finden sich dort auch Handlungsempfehlungen und Checklisten für verschiedene Bereiche der kritischen Infrastruktur.

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