Mitarbeiterinnen der „KAP“ mit dem Brucker Oberbürgermeister Christian Götz (Mitte), mit Einrichtungsleiterin Lisa Weiss (2.v.r.) und dem Kreisgeschäftsführer des Caritas-Zentrums, Tommy Beer (rechts).
Mitarbeiterinnen der „KAP“ mit dem Brucker Oberbürgermeister Christian Götz (Mitte), mit Einrichtungsleiterin Lisa Weiss (2.v.r.) und dem Kreisgeschäftsführer des Caritas-Zentrums, Tommy Beer (rechts).
Caritas

Fürstenfeldbruck – Die „KAP“ Wohnungslosenhilfe der Caritas feierte am 18. Juli ihren 30. Geburtstag. Dazu kamen Klienten, Mitarbeitende und Ehrenamtliche, Weggefährten der ersten Stunde, Vertreter der beiden Kirchen, viele Kooperationspartner und Vertreter der Kommunen und des Landratsamtes mittags in der Hasenheide zusammen, um gemeinsam diesen wichtigen Meilenstein zu feiern.

Wie lange drei Jahrzehnte sind, machte Einrichtungsleiterin Lisa Weiss den Gästen auf humorvolle Art bewusst, als sie zu Beginn ihrer feierlichen Ansprache danach fragte, wo man selbst 1995 im Leben gestanden hätte, dem Jahr als die „KAP“ erstmals ihre Türen öffnete. Marlies Kolbe, die erste Leiterin der Wohnungslosenhilfe, erinnerte an die bescheidenen Anfänge in der namensgebenden Kapuzinerstraße. Die erste Möblierung war komplett aus Spenden zusammengetragen worden. Inzwischen ist die Einrichtung im ehemaligen Hotel Hasenheide untergebracht, das die Stadt Fürstenfeldbruck 2017 zum Zweck der Unterbringung von obdachlosen Menschen erstand.

Dort werden zehn Betten als Notschlafstätten vorgehalten. Sozialpädagogen beraten tagsüber Menschen in akuten Notsituationen, die inzwischen aus allen Milieus kommen, so Weiss. Wohnungslose Menschen können dort ihre Wäsche waschen, aus der Kleiderkammer notwendige Dinge mitnehmen und sich in der „Teestube“ aufhalten und aufwärmen, wo es immer Kaffee, jemanden zum Ratschen gibt und aktuell zweimal die Woche ein frisch gekochtes Mittagessen. Dafür sorgen Ehrenamtliche, ohne die es das Teestubenangebot nicht gäbe. An ebendiese engagierten Personen richtete Kreisgeschäftsführer Tommy Beer daher einen besonderen Dank. Mit ihrem z.T. langjährigen und intensiven Engagement trügen sie auf ganz wichtige Weise zum Betrieb bei.

Seit 30 Jahren arbeitet die „KAP“ also ununterbrochen daran, Menschen in schicksalhaften Lebenslagen zu helfen. Das Thema Obdachlosigkeit könne jeden betreffen, hob Brucks Oberbürgermeister Christian Götz in seinem Grußwort hervor. Er bedankte sich für das einschlägige Engagement der Caritas für obdachlose Menschen und lobte die hervorragende sozialpädagogische Arbeit in der „KAP“.

Zum Abschluss der Ansprachen spendeten der katholischer Dekan Tobias Rother und der evangelische Pfarrer der Erlöserkirche in Fürstenfeldbruck, Dr. Valentin Wendebourg, gemeinsam einen Segen für die Einrichtung und alle Menschen, die darin ein und aus gehen. Dies sei ein Ort, an dem man Begegnung, Zuwendung und Frieden erleben könne und daher, nach den Worten von Dekan Rother, „wie ein Stück Himmelreich auf Erden“.

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