In der letzten Zeit haben sich psychosomatische Beschwerden stark vermehrt. Doch wann ist eine Erkrankung eigentlich psychosomatisch? Dieser Frage sollte nachgegangen werden, denn derartige Erkrankungen sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. In den meisten Fällen ist es so, dass ein Patient unter körperlichen Beschwerden leidet und der Arzt keine Ursache dafür finden kann.
Dieser Frage sollte nachgegangen werden, denn derartige Erkrankungen sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.
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In den letzten Jahren haben sich psychosomatische Beschwerden stark vermehrt. Doch wann ist eine Erkrankung eigentlich psychosomatisch? Dieser Frage sollte nachgegangen werden, denn derartige Erkrankungen sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. In den meisten Fällen ist es so, dass ein Patient unter körperlichen Beschwerden leidet und der Arzt keine Ursache dafür finden kann. Dann handelt es sich um ein psychosomatisches Leiden.

Wodurch entstehen psychosomatische Erkrankungen?

Der Mensch besteht nicht nur aus Knochen, Muskeln und Organen, sondern er hat auch eine Seele, die eher als Psyche bezeichnet wird. Die Psyche bildet mit dem Körper eine Einheit. Tritt an der Psyche ein Problem auf, dann leidet auch zwangsläufig der Körper. Tritt in irgendeinem Bereich des Körpers eine Erkrankung auf, dann ist das auch eine große Belastung für die Psyche.

In den meisten Fällen entstehen psychosomatische Erkrankungen durch folgende Ursachen:

  • Stress
  • Ängste
  • Trauer
  • Enttäuschung

 

Treten derartige Belastungen über einen längeren Zeitraum hinweg auf, führen sie in den meisten Fällen zu körperlichen Problemen. Bei Menschen, die ohnehin schon unter einem körperlichen Problem leiden, verstärken psychosomatische Ursachen die Leiden in der Regel. Nachfolgend werden ein paar typische Beispiele für psychosomatische Beschwerden beschrieben.

Sehr häufig treten Schlafstörungen auf

Schlafstörungen gehören zu den am häufigsten auftreten psychosomatischer Störungen. Sie äußern sich durch mehrfaches Aufwachen während der Nachtstunden. Auch das Einschlafen fällt schwer. Am nächsten Morgen fühlen sich betroffene Personen matt. Mitunter treten während des Tages Müdigkeitserscheinungen oder depressive Stimmungen auf. Viele Menschen, die unter diesen Symptomen leiden, besorgen sich in der Apotheke frei verkäufliche Schlafmittel. Das ist jedoch keine gute Lösung. Besser ist es auf jeden Fall, einen Arzt aufzusuchen. Wird nicht die eigentliche Ursache behandelt, führt es dazu, dass im Laufe der Zeit die Dosis der Medikamente erhöht wird. Dadurch treten dann weitere Beschwerden auf.

Essstörungen sind ebenfalls gefährlich

Im Bereich der Essstörungen gibt es drei unterschiedliche Arten. Diese sind:

  • Magersucht
  • Bulimie
  • Esssucht

 

Bei der Magersucht essen die betroffenen Personen nur sehr wenig bis gar nichts. Dieser Krankheitsverlauf ist sehr gefährlich, weil er auch das Leben bedrohen kann. Daher ist ärztliche Hilfe unentbehrlich. Bei der Bulimie handelt es sich um eine Ess- und Brechsucht. Betroffene Menschen leiden unter Essattacken und brechen das gegessene absichtlich wieder aus. Die unangenehme Folge davon sind Erkrankungen an der Speiseröhre oder an den Zähnen. Unter Esssucht leidende Menschen beschäftigen sich eigentlich nur noch mit dem Essen. Sie stopfen quasi alles in sich hinein, sodass daraus Folgeerkrankungen resultieren. Dabei treten alle möglichen Beschwerden auf, die durch das Übergewicht ausgelöst werden.

Die Herz-Angst-Neurosen nehmen drastisch zu

Es gibt sehr viele Menschen, die sich den alltäglichen Herausforderungen nicht gewachsen fühlen. Das können familiäre oder auch berufliche Herausforderungen sein. Dadurch entsteht ein sehr starkes Angstgefühl, das sich insbesondere durch heftiges Herzrasen äußert. In schlimmen Fällen fühlt es sich so an, als würde das Herz von innen kräftig gegen die Brust schlagen. Daraus entstehen bei betroffenen Personen weitere Ängste vor einem Herzinfarkt oder einer anderen Herzerkrankung.

Sehr unangenehm ist der Reizdarm

Insbesondere bei auftretenden Ängsten oder Stress entsteht bei einigen Menschen der Reizdarm. Typische Symptome dafür sind unerklärliche Blähungen, Verstopfungen oder Durchfälle. Der Reizdarm kann zwar sehr gut therapiert werden, aber solange die psychosomatische Ursache nicht erkannt und behandelt wird, tritt dieses Problem immer wieder auf.

Es gibt verschiedene psychosomatische Schmerzerkrankungen

Schmerzen im Bereich des Rückens, des Nackens oder auch starke Kopfschmerzen können durchaus psychosomatisch sein. Insbesondere dann, wenn die Schmerzen mehrere Wochen anhalten, sollte die Ursache genauer überprüft werden. Werden bei der gründlichen medizinischen Untersuchung keine körperlichen oder organischen Schäden gefunden, sind solche langanhaltenden Schmerzen meistens psychosomatisch. Aber auch dagegen kann etwas unternommen werden.

Möglichkeiten der Behandlung von psychosomatischen Beschwerden

Treten Schlafstörungen, Essstörungen oder andere der beschriebenen Störungen über einen langen Zeitraum hinweg auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Arzt sich in diesem Bereich weitergebildet hat um psychosomatische Beschwerden behandeln zu können. Dieser untersucht zunächst, ob es körperliche Ursachen gibt. Falls er keine Hinweise findet, sollte eine psychosomatische Therapie in Erwägung gezogen werden. Es ist dringend davon abzuraten, mit einer Eigenmedikation nur die Symptome zu behandeln. Es gibt einfach anzuwendende Entspannungstherapien und andere Methoden, die sich in den ganz normalen Tagesablauf integrieren lassen.

Fazit

  • Psychosomatische Erkrankungen können viele unterschiedliche Symptome auslösen.
  • Die Therapie der Symptome bringt nur einen kurzfristigen Erfolg.
  • Inzwischen stehen zahlreiche psychosomatische Behandlungsmethoden zur Verfügung, die jeder Betroffene leicht anwenden kann.
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