Neue Umgebung für behinderte Arbeitnehmer
Gemeinsam feierten Vertreter aus der Stadt, dem Landkreis und der Caritas mit den Beschäftigten der Werkstatt für Behinderte die Einweihung der neuen Außenstelle.
Fürstenfeldbruck - Mit einem Fest und der kirchlichen Segnung wurde kürzlich die Außenstelle der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Fürstenfeldbruck offiziell eingeweiht. Der Hauptsitz der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in der Maisacher Straße in Fürstenfeldbruck war seit mehreren Jahren mit 200 Beschäftigen stark überbelegt.
Die Gewerke Metallverarbeitung und Elektromontage sind jetzt in einem Gebäude am Bahnhof untergebracht. Zur offiziellen Einweihungsfeier waren der Caritasvorstand, Vertreter der Stadt, des Landkreises und des Bezirks und die Beschäftigten der Werkstatt mit ihren Angehörigen gekommen. „Der Betrieb der Werkstatt ist erfolgreich angelaufen und wir freuen uns, dass 60 Beschäftigte hier jetzt unter optimalen Bedingungen arbeiten können“, sagte Andreas Pfaffinger, der Geschäftsführer für Behinderteneinrichtungen im Diözesan-Caritasverband. Die Menschen mit Behinderung seien in diesem Betrieb angenommen, wie sie sind und könnten qualitativ hochwertige Produkte herstellen, die von Unternehmen in der Region geschätzt seien. Über eine herausfordernde Arbeit könnten sie sich selbst erfahren und einen Sinn darin sehen.
Unter dem Motto „So Sein und Dabei Sein“ wolle die Caritas Menschen mit Behinderung in den Bereichen Lernen, Wohnen und Arbeiten ein ganzheitliches Angebot machen. Im Rahmen des Eröffnungsfestes wurde auch das Qualitätsmanagement-Zertifikat des Diözesan-Caritasverbands überreicht. Während des Qualitätsmanagement-Prozesses wurde die Arbeit der Gesamtwerkstatt optimiert und, erforderlich durch den Umzug eines Teiles der Produktion, die Strukturen angepasst. Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger segnete die neuen Räume und das Kreuz für den Aufenthaltsraum: „Wir legen mit der Segnung ein spirituelles Fundament und stellen die Menschen, die hier Arbeit finden, unter seinen Schutz. Das Kreuz, das Beschäftigte aus Metallstäben gefertigt haben, solle ein Zeichen sein, dass Gottes Liebe diese Räume nie verlasse“.
Oberbürgermeister Sepp Kellerer sagte, die Stadt schätze sich glücklich mit der Werkstatt und der Cäcilienschule zwei Organisationen zu haben, die Großartiges für Menschen mit Behinderung leisten. „Wir werden die Werkstatt sehr unterstützen, damit noch mehr Firmen Aufträge an die Produktionsstätten vergeben“, so Kellerer. Menschen mit Behinderung brauchten eine sinnvolle Beschäftigung und müssten dafür auch entsprechend entlohnt werden.
Der Neubau am S-Bahnhof bietet mit seinen großen, hellen Räumen optimale Arbeitsbedingungen für die 60 Beschäftigten. Die Brucker Werkstatt der Caritas ist eine klassische Werkstatt für Menschen mit überwiegend geistiger Behinderung. Der überwiegende Teil der Beschäftigten hat die Cäcilienschule in Fürstenfeldbruck absolviert und wurde dann in der Werkstatt aufgenommen. Für die Beschäftigten ist die Arbeit wichtiger Lebensbestandteil, er dient der Selbstverwirklichung und hilft, soziale Kontakte zu knüpfen. Die Beschäftigten sind stolz auf ihre Leistungen, die sich in den technisch auf hohem Qualitätsniveau erzeugten Produkten zeigt. red

