Gesicht der Innenstadt im Wandel
OB Sepp Kellerer, dessen Finger auf das Brameshuber-Areal in Miniatur zeigt, freut sich das Großprojekt in der Brucker Innenstadt mit den Bauunternehmern Josef und Thomas Vilgertshofer sowie Architekt Peter Bohn (v.l.) endlich angehen zu können. Foto: wei
Fürstenfeldbruck - Die Frage, was mit dem ehemaligen Cafe Brameshuber und dem benachbarten Areal geschieht, bekam OB Sepp Kellerer in der Vergangenheit oft zu hören. Nun kann er endlich Antworten präsentieren. Nach einer „langen Zeit des Stillstands“ hat sich das Bauunternehmen Vilgertshofer dem Bauprojekt angenommen und präsentierte kürzlich im Rathaus erste Pläne.
Das Allinger Bauunternehmen erwarb das Brameshuber-Areal inklusive angrenzender Grundstücke Ende vergangenen Jahres vom Erzbischöflichen Ordinariat und vom Gastronom Sepp Krätz. Diese Nachricht sorgte im Rathaus FFB für Feierstimmung. Vor allem gefällt OB Sepp Kellerer, dass mit dem Bauunternehmen Vilgerthsofer eine namhafte regionale Firma das Projekt übernimmt, die bereits in und um den Landkreis mehrere Bauvorhaben zur allgemeinen Zufriedenheit realisiert hat. Hierdurch würden jedoch auch die Erwartungen steigen, so das Stadtoberhaupt.
Fußweg zum Viehmarktplatz
Wichtig für die Brucker Bürger ist die Tatsache, dass das Bauunternehmen nicht nur das Brameshuber-Areal, sondern auch das Sternerhaus, in dem eine Modeboutique untergebracht ist, erworben hat. Nur so kann eine Fußweg-Verbindung zwischen der Boutique und der Bäckerei Bücherl von der Hauptstraße zum Viehmarktplatz realisiert werden. Dieser Weg soll laut Architekt Peter Bohn begrünt und durch Verschmälerung und Erweiterung ein „räumliches Spiel“ erhalten. Keinesfalls soll es eine langweilige gerade Achse geben.
Das gesamte Bauprojekt steht im Einklang mit dem Modellvorhaben „Leben findet Innenstadt“, für das die bayerische Staatsregierung die Stadt Fürstenfeldbruck ausgewählt hat. Ziel ist es, die Brucker Innenstadt behutsam aufzuwerten. Die Stadt wünscht sich eine gute Mischung aus urbanem Wohnen und gut funktionierender Geschäftswelt. Diesem Wunsch scheinen die Planung des Bauunternehmens gerecht zu werden. Die Frontseiten der Gebäude zur Hauptstraße hin – mitunter auch das erworbene Hendlhaus – sollen saniert und aufgewertet werden. So wird auch das ehemalige Cafe Brameshuber, im Volksmund auch „Brames genannt, wiederbelebt.
„Brames“ wird vermietet
Bei OB Kellerer gibt es schon Gedankenspiele bezüglich der künftigen Nutzung der „Brames“-Räumlichkeiten: „Mein Wunsch wäre, dass es wieder eine Art Cafe wird. Es gab vor einiger Zeit dort eine Gaststätte. Diese ist allerdings nicht so ideal gelaufen.“ Auch eine Weinstube könne sich Kellerer aufgrund der Gewölbe im Keller gut vorstellen.
Doch egal, welche Gastronomie sich einmieten wird, sicher ist, dass das „Brames“ genauso wie das Hendl- und das Sternerhaus im Besitz der Vilgertshofers bleiben wird. Sind dort die Baumaßnahmen abgeschlossen, wird das Bauunternehmen als Vermieter fungieren. Thomas Vilgertshofer möchte hiermit auch unterstreichen, dass man sich seiner Verantwortung bewusst sei und „keinen Unfug“ vorhabe.
Baubeginn in Herbst 2012
Im Gegensatz zu den altehrwürdigen Gebäuden auf der Hauptstraßenseite werden die Wohnungen im Areal dahinter zum Verkauf angeboten. Geplant sind 30 dreistöckige Wohnungen mit Dachterrasse, die allesamt barrierefrei gestaltet werden sollen. Auch eine gemeinsame Tiefgarage ist vorgesehen. Bereits im Juli sollen die ersten Wohnungen veräußert werden. Die Fertigstellung des kompletten Bauprojekts, das im Herbst diesen Jahres angegangen werden soll, ist für Ende nächsten Jahres vorgesehen.
Gemeinsames Ziel des Bauunternehmens und der Stadt ist es, mit der Sanierung und dem Neubau der Zersiedelung der Landschaft entgegenzuwirken. Architekt Bohn: „Wir möchten die Menschen in der Stadt halten und dafür sorgen, dass neuen hinzuziehen.“ Die ersten Entwürfe machen den Eindruck, dass dieses Ziel durchaus realistisch ist. wei
So sieht der Entwurf des Architekten aus. Bitte auf die Illustration klicken, um sie zu vergrößern. Illustration: Stadt FFB

