• 4. Oktober 2018, 9:26
HCD Gröbenzell hat noch Chancen in der Bundesliga
Die A-Jugend des HCD Gröbenzell hatte am vergangenen Wochenende den erwartet schweren Heimspieltag

Gröbenzell - Die A-Jugend des HCD Gröbenzell hatte am vergangenen Wochenende den erwartet schweren Heimspieltag. Nach der deutlichen Auftaktniederlage in Leipzig musste der HCD Gröbenzell die beiden Spiele fast schon strategisch angehen. Dass es nicht einfach werden würde, war den Spielerinnen von Frank Graf und Thomas Lukauer von vornherein klar. Zunächst war am Samstag mit dem HC Leipzig das Team, das auch in die zweite Bundeliga aufsteigen will, der klare Favorit auf den Gruppensieg in Gröbenzell zu Gast, ehe es am Sonntag gegen die Schwaben Hornets vom TV Nellingen darum ging, etwas Zählbares herauszuholen.
 
Trotz der Niederlage vor drei Wochen in Leipzig hatten sich Anna Leiber, Lena Kaltner & Co vorgenommen, dieses erste Spiel gegen Leipzig nicht so einfach aus den Händen zu geben. Und dementsprechend begann der HCD Gröbenzell auch konzentriert.  Eine gute Viertelstunde konnte man den Gästen tatsächlich auch Paroli bieten, ehe unnötige Ballverluste und unglückliche Pfostentreffer in der Offensive dafür sorgten, dass sich Leipzig mit schnellen Kontern aus dem einst knappen 4:6 schnell ein uneinholbares Polster von 10 Toren erarbeitete, mit dem es schließlich in die Halbzeit ging. Die Partie war somit schon zum Anpfiff der zweiten Halbzeit gelaufen, trotzdem steckten die Gröbis nicht auf. Aber auch Leipzig zeigte erneut, dass die Ambition in die 2. Bundesliga aufzusteigen nicht unbegründet ist. Das Trainerteam des HCD Gröbenzell nutzte indes die Gelegenheit, allen Spielerinnen Spielzeit zu geben. Das am Ende sehr deutliche 15:33 mag auch daran gelegen haben, dass die Motivation dann nicht mehr exorbitant war, zumal einige Spielerinnen bereits den Sonntag im Kopf gehabt haben dürften.
 
Mit dem TV Nellingen kam am Tag danach zwar kein leichter Gegner in die Wildmooshalle, aber immerhin kannte man sich schon aus der Qualifikation. Auch Nellingen hatte das Spiel in Leipzig zuvor deutlich verloren und so ging es im Duell am Sonntag darum, den Kampf um Platz zwei auszutragen. Mit lautstarken Auswärtsfans im Rücken konnte sich Nellingen nach gut 10 Minuten auf 3:6 absetzen, der HCD schien die Niederlage am Vortag noch nicht ganz verkraftet zu haben und Trainer Frank Graf nahm eine Auszeit. Mit einer starken Lisa Antl konnte sich der HCD in Folge wieder auf 8:8 herankämpfen, ehe sich die Gäste zu einer Auszeit genötigt sahen. Auch Nellingen spielte jetzt wieder aggressiver und verdiente sich die knappe 12:13 Halbzeitführung. Nach Wiederanpfiff entschieden sich Frank Graf und Thomas Lukauer, die starke Spielmacherin der Gäste Alessa Schmid von Paula Reips in Manndeckung zu nehmen. Dies stellte zwar die dann nur noch aus fünf Spielerinnen bestehende HCD Abwehr vor eine Herausforderung, da die Gäste ein aggressives eins gegen eins spielten, allerdings war das Offensivspiel auch deutlich langsamer, was eben einer aktiven Paula Reips zu verdanken war. Als Folge davon konnte sich der HCD Gröbenzell mit 20:17 erstmals absetzen. Wie verhext ging es aber im Offensivspiel weiter, nur zwei Tore in knapp 10 Minuten, dafür jede Menge Konter. Bei einer starken Torhüterin Antonia Thurner konnten sich die HCD-lerinnen schließlich bedanken, dass Nellingen nur noch egalisieren, das Spiel aber nicht mehr nachhause fahren konnte. Das leistungsgerechte 25:25 eröffnet dem HCD Gröbenzell alle Chancen auf ein Weiterkommen. Ende November geht es in Nellingen um den Einzug ins Achtelfinale. Dass Leipzig nicht in Nellingen gewinnt, gilt als undenkbar. Der TV Nellingen hat als Heimteam gegen den HCD dann deutlich mehr Druck zu gewinnen.

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